Jagdhornbläsergruppe „Windland Wittow" eröffnete mit der Hubertusmesse die diesjährige Jagdsaison

Am 7. November fand in alter Tradition die 10. Hubertusmesse in der St. Georg Kirche zu Wiek statt. Die Jagdhornbläsergruppe „Windland Wittow" unter Leitung von Ralph Andreas bereicherte diesen festlichen Akt in besonderer Weise mit dem Vortragen der Hubertusmesse.

Durch das Wieker Blasorchester wurden die Jagdhornbläser begrüßt.
Der gemeinsame Vortrag "Großer Gott wir loben dich" eröffnete die Messe und lieferte Pastor Klaus- Peter Lüdtke einen guten Einstieg für seine Predigt. Er hob die Rolle und Bedeutung der Jagd für unsere Gesellschaft hervor und machte deutlich, dass es auch bei der Jagd um den Wert des Lebens. um seine Achtung und damit um die Bewahrung der Schöpfung geht. Wenn in diesen Tagen an vielen Orten die 1-luhertusmesse gefeiert wird, erinnert dies an die Legende vorn weißen Hirsch mit dem Kreuz im Geweih.
Bischof Huhertus wusste um die Zusammenhänge von Leben und
Tod und lehrte die Verantwortung der Jagd vor Mensch und Tier. Die Jagdhornbläser spielten ..Zum Einzug, "Kyrie". "Gloria", „Choral". "Hymne an Sankt Hubertus", "Glocken", "Agnus Dei",
„Kommt zum großen Abendmahle", und den ..Hubertusmarsch" und rundeten durch diese festliche Musik die Messe eindrucksvoll ab. Es ist schon etwas Besonderes, wenn aus einer Jägerschaft eine Bläsergruppe hervor geht, die das jagdliche Brauchtum im musikalischen Bereich pflegt.
Ein Dank geht auch an all diejenigen Jäger des gemeinschaftlichen Jagdbezirkes Wiek, die maßgeblich an der Organisation und Gestaltung dieses Festes mitgewirkt haben. Nach der Messe in der Kirche fand noch ein munteres Treiben auf dem Kirchplatz statt, welches durch die Jagdhornbliisergruppe und durch
das Wieker Blasorchester musikalisch umrahmt wurde. Der Landschaftsmaler Thein aus Dranske stellte Werke seines Schaffens aus. der Wildhandel Kajahn aus Proßflitz bot Wildprodukte zum Verkauf an und die Wieker Jägerschaft verpflegte die Gäste mit Wildgerichten. Die Hubertusmesse als Erntedankfest der Jäger dient der Besinnung zu einer weidgerechten Jagd. Die Grundhaltung der. „Achtung vor dem Geschöpf" ging auch durch Hubertns als Weidgerechügkeit in die Verhaltensgrundsätze der Jägerschaft ein. So passt die erste Strophe des Gedichtes „Waidmannsheil" vorn königlich- preußischen Oberförster Otto v. Riesenthal zum Auftakt der herbstlichen Jagd:
„Das ist des Jägers Ehrenschild, (lass er beschützt und hegt sein Wild, waidmännisch jagt wie sich's gehört, den Schöpfer im Geschöpfe ehrt."

Bärbel Jürgens Jagdhornbläsergruppe Windland Wittow