Neuer Vorstand im Jagdverband Rügen gewählt

Ostsee Anzeiger 01. April 2014 von Andreas Pfaffe Rügen (apf).
Kreisveterinär Dr. Frank Krakowski warnt vor Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest.

Rügen (apf). Am 22. März hatte der Jagdverband Rügen zur diesjährigen Mitgliederversammlung und Neuwahl des Vorstandes in das Freizeitcamp Juliusruh eingeladen. Traditionell eröffneten die Jagdhornbläser die Versammlung, bevor es zur Tagesordnung ging und Versammlungsleiter Klaus Mikschat das Ruder übernahm. Holger Nebel, Vorsitzender des Kreisjagdverbandes, der zuvor in einem Grußwort des Landrates Ralf Drescher für seine Tätigkeit als Vorsitzender des Jagdverbandes Rügen und zugleich stellvertretender Kreisjägermeister Dank und Anerkennung erhielt, fasste in seinem Rechenschaftsbericht die Arbeit im abgelaufenen Jagdjahr zusammen. 470 Mitglieder gehören nahezu unverändert dem Jagdverband an, allerdings gehören immer weniger Waidgenossen einem Hegering an. Hier sollte man dringend tätig werden. Die Annäherungsgespräche zur möglichen Zusammenlegung der Jagdverbände im Kreis wurden auch in diesem Jahr fortgeführt. Allerdings werde nach seiner Meinung ein Zusammenschluss in nächster Zeit nicht kommen. Nebel konstatiertel dem Verband eine erfolgreiche Arbeit. Gleichzeitig stellte er fest, dass er aus persönlichen Gründen Unternehmer keine Möglichkeit sieht, sich noch einmal der Wahl für den Vorstand zu stellen. Die Funktion als stellvertretender Kreisjägermeister betreffe dies jedoch nicht.

In einem Vortrag machte Kreisveterinärdirektor Dr. Frank Krakowski darauf aufmerksam, dass auch in hiesigen Revieren mit der Afrikanische Schweinepest (ASP) zu rechnen sei. Ausgebrochen im Jahr 2012 in der Ukraine habe sich die ASP über das Moskauer Gebiet bis nach Litauen, wo am 24. Januar 2014 ein Fall aufgetreten sei, und nach Polen, wo im Februar dieses Jahres Fälle an der östlichen Außengrenze festgestellt wurden, ausgebreitet. Dieses weitere Vordringen der Tierseuche nach Westen, zu deren Bekämpfung es keinen Impfstoff gebe, gibt besonderen Anlass zur Sorge in M-V, auch wegen der geographischen Verhältnisse und des Schwarzwildbestandes, heißt es dazu in einer Mitteilung des Ministeriums für Landwirtschaft. Deshalb erläuterte Dr. Krakowski die Früherkennung dieser Pest und stellte zugleich in Aussicht, dass mit dem Ausbruch der ASP in M-V eine Überwachungsvorschrift als „ASP Landesverordnung" aktiv werde. Hieraus ergibt sich eine Handlungsstrategie zur Schadensbegrenzung. Bei der abschließenden Wahl des neuen Vorstandes wurde Chris Ole Ott zum neuen Vorsitzenden und Thomas Papke zum Stellvertreter gewählt. Frank Budwig bleibt weiterhin der Schatzmeister des Jagdverbandes und Petra Klaene übernimmt die Funktion der Schriftführerin. Vervollständigt wird der Vorstand durch den alten und neuen Obmann für das Hundewesen Christian Becker. In die Revisionskommission wurden Wilhelm Hegemann und Wolfgang Jacob wiedergewählt.